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Neujahrskonzert 2010

 

 

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Neujahrskonzert 2009

 

 

Die schönsten Bilder vom Neujahrskonzert 2009 stehen hier zur Verfügung.

 

 

aktualisert 29.01.2010 (RWeiß)

Neujahrskonzert 2010 Bayernhalle Johannes-Brahms-Chor Karlstein

Musik als Medizin

Neujahrskonzert: Johannes-Brahms-Chor Karlstein überzeugt 550 Gäste mit seinem Wien-Programm


Karlstein-Grosswelzheim. Zu einem vokal-instrumentalen Ereignis geriet das 14. Neujahrskonzert des Karlsteiner Johannes-Brahms-Chores unter Leitung von Petra Weiß-Lorenz, das am Sonntag in der mit 550 Gästen ausverkauften Bayernhalle stattfand.


In der wienerisch aufgestylten Halle erlebte das Publikum das Programm »Wien, Wien, nur du allein« ohne »Schrammelmusik«, dafür aber mit spritzigen Kompositionen aus der berühmten Strauß-Dynastie.
Verstärkt hatten sich die sieben Sänger und die acht Sängerinnen des Brahms-Chores mit dem Symphonieorchester des Karl-Rehbein-Gymnasiums Hanau, das seit über 30 Jahren unter der Leitung von Jürgen Weiß steht, dem Ehemann der Chorleiterin, der abwechselnd mit ihr auch für eine zuverlässige Klavierbegleitung sorgte.
Der Chor, dessen weibliche Mitglieder wie gewohnt modische Akzente setzten, trat in diesem Jahr von weiblicher Seite aus in schicken Dirndln auf. Dynamisch prickelnd wie Perlen in einem Sektglas überzeugte bereits der Auftakt zum Konzert. Mit Antonio Salieris (1750 bis 1825) »Sanctus« und dem a cappella vorgetragenen Kanon »Viel Glück zum neuen Jahr« von Ludwig van Beethoven (1770 bis 1827) mit solistischen »Glück«-Rufen lag der Brahms-Chor ebenso auf der sicheren Seite wie mit dem ganz kurzen Appell »Pack die Gelegenheit« des Wieners Augustin Kubizek(1918 bis 2009), der »Mut für 2010 machen« soll, wie Moderatorin Petra Weiß erklärte.
Mindestens ebenso unterhaltsam wie der musikalische Teil waren ihre Texte, die genauso wie das Dirigat ganz im Zeichen ihrer Leidenschaft zur Musik lebten. Eine besondere Empfehlung der Dirigentin, die sich mit weiteren Beispielen durch den Abend zog, galt einem Besuch auf dem Wiener Zentralfriedhof. Das Lieblingsgrab der Chorleiterin ist eindeutig Hugo Wolfs letzte Ruhestätte: »Da fließt man förmlich hin vor Melancholie!«
Ein spezielles Rezept gegen Lebensmüdigkeit empfahl Joseph Haydn (1732 bis 1809) in seinem Stück »Der Greis«, vom Brahms-Chor homogen und glänzend vorgetragen. Musik als Medizin, wie vom Wiener Klassiker vorgeschlagen, wirkte sicher auch im Karlsteiner Neujahrskonzert. Insbesondere wenn die 80 jungen Leute der Karl-Rehbein-Schule auf der Bühne zu einem Walzerklassiker wie »Rosen aus dem Süden« von Johann Strauss Sohn (1825 bis 1899) ansetzten, hüpften Herz und Laune im Dreivierteltakt mit.
Mit ihrer 1993 geborenen Mitschülerin Sylvia Yimeng Hu besitzt das Schul-Orchester eine preisgekrönte Klaviersolistin, mit der es den dritten Satz aus Joseph Haydns Konzert für Klavier und Orchester D-Dur intonierte. Die Elfklässerin scheint für ein Leben als Pianistin wie geschaffen. Mit großer Ausdruckskraft und Leichtigkeit spielte sie eine selbstbewusste Interpretation und gönnte den Zuhörern noch einen solistischen Beethoven-Satz als Zugabe.
Krachen ließ es das Orchester mit den Schnell-Polkas »Unter Donner und Blitz« und »Leichtes Blut«, die jeweils mit musikalischem Salz und Pfeffer gewürzt waren. Da hatte es der 15-köpfige Chor fast ein bisschen schwer, bei diesem »Sound« mitzuhalten. Mit bewusst zurückhaltenden Stücken wie Johannes Brahms’ (1833 bis 1897) »O wie sanft die Quelle« (gesungener Seelen-Balsam nur von den Frauen) oder dem »zum Weinen schönen« (Petra Weiß) »Da unten im Tale« gelang eine deutliche Demonstration der absoluten Stärke des kleinen Chores: die authentische Interpretation von musikalischen Kleinoden.
Zwei Pflichtstücke sorgten in der Bayernhalle für die richtige Stimmung zum traditionellen Sektausklang: Neben »An der schönen blauen Donau« exerzierten Chor, Orchester und das Publikum als Projektchor den »Radetzyk-Marsch«, dessen letzte Zeile lautet: »Marschmusik ist wie `ne Rutschpartie ins Glück!«
Das Neujahrskonzert am 16. Januar 2011 präsentiert zur Abwechslung wieder ein reines Brahms-Chor-Programm und trägt den verheißungsvollen Titel »Sounds of love«.

Doris Huhn

Quelle: MainEcho

 

 

Sophia Weiß, Cello Cellistin Sophia Weiß war eine der Solistinnen aus den Reihen des Johannes-Brahms-Chores, die den musikalisch-poetischen Streifzug noch kurzweiliger gestalteten.
Satte Symbiose zwischen Musik und Lyrik
Neujahrskonzert Karlsteiner Johannes-Brahms-Chor begeistert 450 Gäste mit "Naturtönen" von Komponisten unterschiedlicher Epochen


Karlstein-Grosswelzheim Die Bühne in der mit 450 Besuchern vollbesetzten Bayernhalle im Karlsteiner Ortsteil Großwelzheim ist mit großformatigen Pflanzenbildern geschmückt. Echter Efeu rankt sich bis zum Fußboden hinunter. Das Solisten-Notenpult wird von einer fleischigen Schlingpflanze umarmt.
Passend zum Motto des 13. Neujahrskonzertes stimmt der Johannes-Brahms-Chor unter Leitung von Petra Weiß-Lorenz seine Gäste bereits optisch ein. "Naturtöne?" erklingen und ein musikalisch-poetischer Streifzug durch die Natur wird versprochen. Klar, dass die Chorleiterin sich für ihr Bühnen-Outfit ebenfalls etwas Passendes ausgedacht hat. Wie eine Waldfee sah sie aus in dem grün-schillernden Gewand, das mit ihren langen roten Haaren kontrastierte.
Das 90-minütige Konzert ist in drei thematische Blöcke aufgeteilt, die auf dem Programmheft wirken, als würden sie den zeitlichen Rahmen sprengen. Doch flott geht es zu, kurzweilig und spritzig, wie es sich für ein Neujahrskonzert gehört. Mit der 1946 geborenen Schauspielerin und Rezitatorin Ursula Illert, einer gebürtigen Groß-Auheimerin, ist eine Frau gefunden, der man stundenlang hätte zuhören können.
Dabei liest sie teilweise von den ausgewählten Gedichten nur eine Strophe, tupft einen überaus passenden lyrischen Akzent zum musikalischen Programm. Die Worte greifen die Stimmung der Musik auf, umgekehrt setzen die Stücke die Poesie in gesungene Bilder um. Vielleicht wären ein paar Sekunden Pause mehr zwischen Musik und Poesie zum Verschnaufen und Genießen sinnvoll. Trotzdem gehen Noten und Worte an diesem späten Sonntagnachmittag eine satte Symbiose ein, bei der das Publikum der Gewinner ist.
"Durch das Jahr?" heißt es zunächst und Michael Praetorius' (1571 bis 1621) "Nach grüner Farb' mein Herz verlangt" trifft bei dem ungemütlichen Winterwetter die Gemütslage vieler Menschen. Stimmungs- und farbengesättigte Gedichte von Ernst Stadlers "Sommer" bis zu Theodor Fontanes "Spätherbst" lässt Ursula Illert wie Traumbilder erstehen.
Die 19 festlich gekleideten Sängerinnen und Sänger des Johannes-Brahms-Chores singen sich unter dem inspirierenden Dirigat von Petra Weiß-Lorenz auf deutsch, englisch und französisch durch die vier Jahreszeiten. Bis zum Zerreißen ist der Spannungsbogen bei Heinz Laus (1925 bis 1975) "Dies ist ein Herbsttag" angezogen. Kristallklar hohe und im Gegensatz dazu wunderbar geerdete Passagen ziehen die Zuhörer in ihren Bann.
Dazu glänzen Solisten aus den eigenen Reihen: Sabine Lochs reiner und kraftvoller Sopran, Alexander Hainz am Klavier oder Sophia Weiß am Cello - von ihrem Vater Jürgen Weiß am Klavier begleitet, der auch bei einigen anderen Stücken den instrumentalen Rücken stärkt. Im Block "Was draußen wächst und blüht" stellt Kathrin Muthorst (Sopran) das zarte "Veilchen" musikalisch vor.
Im dritten Block geht es echt tierisch zu und witzig obendrein. Den elegant auf dem Wasser gleitenden Schwan aus Camille Saint-Saens' (1835 bis 1921) "Karneval der Tiere" lässt Sophia Weiß auf die Bühne gleiten. Bariton Stefan Glück stellt mit fester Stimme das kleinste Tier vor, in Ludwig van Beethovens (1770 bis 1827) "Der Floh", und die Kleinste aus dem Chor, wiederum Sophia Weiß, präsentiert den größten Vierbeiner, den "Elefant" aus dem "Karneval", und lässt dafür den Kontrabass erklingen.
Ursula Illert bringt das Publikum mit Katastrophen um Kartoffelkäfer und Blattläusen zum Lachen. Und der Johannes-Brahms-Chor gackert in Antonius Scandellus' (1517 bis 1580) "Ein Hennlein weiß" um die Wette, als das Federvieh ein Ei legt. Am Schluss ist das Publikum gesättigt mit "Naturtönen" für ein ganzes Jahr. Darauf kann , wer will, mit einem prickelnden Glas Sekt anstoßen.
Doris Huhn
Quelle: MainEcho


Johannes-Brahms-Chor Karlstein überzeugt mit »Vetter« in der Bayernhalle (13.1.2008)

 

 

Karlstein-Grosswelzheim. Um ein Haar hätte das zwölfte Neujahrskonzert des Johannes-Brahms-Chor Karlstein in der Bayernhalle abgesagt werden müssen. Dirigentin Petra Weiß-Lorenz sprach sogar von einem »Neujahrskonzert voller Katastrophen«. Das gemischte Ensemble, das ohnehin personell am Rande der »King’s Singers« laboriert, hatte bisher Glück. Beim traditionellen Neujahrskonzert war die Mannschaft immer gesund. Doch in diesem Jahr fiel einer nach dem anderen in den Fiebertaumel und am Ende blieben 16 Sängerinnen und Sänger, die einsatzbereit für das Programm unter dem Motto »Im Rausch der Gefühle«.

Ganz so dramatisch, wie die Chorleiterin gramvoll erzählte (»Hören Sie nur mit einem Ohr hin!«), ... weiterlesen

 

Karlsteiner Johannes-Brahms-Chor singt in der Kälberauer Wallfahrtskirche

Alzenau-Kälberau. Eine ebenso besinnliche wie genussvolle Stunde bescherte der Karlsteiner Johannes-Brahms-Chor am Samstagabend seinem Publikum in der Kälberauer Wallfahrtskirche. Knapp 20 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Petra Weiß-Lorenz und die Cellistin Sophia Weiß spannten einen Bogen vom Spätmittelalter bis in die Neuzeit.
Pater Ludger Zewe als Hausherr fasste sich in seiner Begrüßung kurz und erklärte sich willens, den meditativen Charakter der dargebotenen Werke für sich selbst sprechen zu lassen. In christlicher Zeit hat die geistliche Musik immer wieder Inspirationen in der Passionszeit gefunden. Lieder vom Leiden Christi gewannen besonders in der Epoche der Romantik, ... weiterlesen

 

 

Neujahrskonzert 2007 in der Bayernhalle mit Hanauer Jazz-Big-Band

 

KARLSTEIN-GROßWELZHEIM. Einiges war anders beim 11. Neujahrskonzert des 15-jährigen Johannes-Brahms-Chors, das am späten Sonntagnachmittag in der Bayernhalle vor rund 450 Gästen stattfand. Mit der Hanauer Jazz-Big-Band war ein starker Partner gefunden worden, mit dem Duke Ellingtons »Sacred Concert« als swingender Höhepunkt aufgeführt werden konnte.

»Wir betreten damit völliges Neuland«, sagte Chorleiterin Petra Weiß-Lorenz. Gewidmet war das Ellington-Werk dem Großwelzheimer Posaunisten Martin Morawe, der vor einem Jahr überraschend gestorben ist. Zwei Männer, die dem Brahms-Chor besonders nahe stehen, pausierten in diesem Jahr. Das war zum einen der namensgebende Komponist, ... weiterlesen